"Vielleicht passiert noch ein Wunder"
Libro dürfte nach wochenlangem Tauziehen nun doch in den gerichtlichen Ausgleich schlittern.
Die neun Gläubigerbanken haben von der einzigen Bietergruppe um YLine-Chef Werner Böhm bis heute Nachmittag einen Kapitalnachweis von einer Milliarde ATS verlangt, den das Konsortium voraussichtlich nicht in vollem Umfang und termingerecht erbringen dürfte:
"Aber vielleicht passiert noch ein Wunder", wurde bei den Gläubigerbanken knapp formuliert.
Libro-Ausgleich wahrscheinlichAusgleichseröffnung in Sicht
Bei dem für heute 17.00 Uhr angesetzten Bankengipfel werden voraussichtlich die Weichen für einen gerichtlichen Ausgleich im Rahmen einer Auffanglösung durch die Banken gestellt.
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, so heißt es aus Bankenkreisen zur APA, müsse dann sehr schnell erfolgen. Der Alpenländische Kreditorenverband [AKV] erwartet die Ausgleichseröffnung bereits für kommenden Montag.
Die Banken, so heißt es, sind auf der Suche nach einem schlagkräftigen Managment. Wieder im Gespräch sein dürfte Ex-Liaunig-Mann Werner Steinbauer, der bereits einen Monat lang bei Libro als Finanzvorstand gewerkt hatte, Ende Mai das Handtuch warf und von Otto P. Arbeiter abgelöst wurde. Libro-Vorstand Andre Rettberg dürfte dem Vernehmen nach seinen Sessel räumen.
