27.06.2001

BODEN

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"Vorsichtiger Optimismus" bei Palm

Palm hat im abgelaufenen Quartal seines Geschäftsjahres bei deutlich gesunkenen Umsätzen einen Verlust verbucht und für das kommende zweite Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone angekündigt.

Gründe für die Rückgänge im vierten Quartal seien die nachlassende Nachfrage, Überangebote sowie der Preisdruck auf die eigenen Produkte, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit.

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres will die Firma aber nach eigenen Angaben wieder Gewinne schreiben, wozu die Umsätze neuer Produkte und Kostensenkungsmaßnahmen, darunter auch der bereits angekündigte Abbau von 500 Stellen, beitragen sollen.

Operative Verluste

Der operative Verlust im letzten Quartal belief sich nach Firmenangaben auf Pro-Forma-Basis, das heißt ohne Berücksichtigung von Sonderposten, auf 153,6 Millionen USD [rund 178 Mio. Euro], nach einem Gewinn von 13,4 Millionen USD im Vorjahreszeitraum [rund 15,4 Mio. Euro].

Der Reinverlust habe auf Pro-Forma-Basis 89,2 Millionen USD [rund 102 Mio. Euro] oder 16 Cents je Aktie betragen, nach einem Nettogewinn von 17,2 Millionen USD [rund 20 Mio. Euro] oder drei Cents je Aktie im vierten Quartal des Vorjahres.

Analysten hatten für den Berichtszeitraum einer Umfrage von Thomson Financial/First Call zufolge allerdings zuletzt durchschnittlich mit einem höheren Reinverlust von 19 Cents je Aktie gerechnet.

"Vorsichtig optimistisch"

Für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zeigte sich Palm "vorsichtig optimistisch".

Für das laufende erste Quartal [per Ende August] erwartet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge vor Sonderposten einen operativen Verlust von 60 bis 80 Millionen USD bei einem Umsatz von 200 bis 220 Millionen USD.

Die Schätzung für das zweite Quartal lautete auf einen operativen Gewinn von fünf bis 20 Millionen USD bei einem Umsatz von 420 bis 440 Millionen USD.

3Com in den Miesen

Die ehemalige Palm-Mutter 3Com ist unterdessen auf Grund der schwachen Nachfrage nach ihren Produkten und einer Umstrukturierung tief in die roten Zahlen gerutscht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 wurde nur noch einen Umsatz von 2,8 Milliarden USD verbucht. Es fiel ein Verlust von 965,4 Millionen USD an, nach einem Gewinn von 674,3 Millionen USD im Vorjahr.

Allein in dem am 1. Juni beendeten vierten Quartal verbuchte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen rote Zahlen von 517,7 Millionen USD [600 Mio. Euro], nach einem Minus von 146,8 Millionen Dollar vor Jahresfrist.