27.06.2001

FLAME WARRIORS

Bildquelle: FuZo

Taxonomie der Netz-Beschmutzer

Wer oft in Newsgroups oder Foren verweilt, kennt sie, die "Flames". So bezeichnet man unfreundliche schriftliche Angriffe, um Partei für oder gegen eine Person oder Sache zu ergreifen.

Meist bleibt es dabei nicht bei ein, zwei zornigen Wortgefechten, sondern es entwickelt sich ein Kleinkrieg, bei dem eine persönliche Attacke die nächste jagt und der Sachgehalt von Diskussionen im Pfuhl der Emotionen versumpft.

Der Illustrator Mike Reed hat unter dem Titel "Flame Warriors" verschiedene Verhaltenstypen von Flame-Teilnehmern zusammengefasst und mit Beschreibungen und Zeichnungen versehen.

Grammatik-Fanatiker

Neben dem pubertierenden Teenager finden sich auch der Grammatik-Fanatiker, der "Netiquette Nazi" und Leute mit schlechten Englischkenntnissen, genannt "Garble".

Wer will, kann sich seinen Lieblings-"Flame Warrior" auch als signierten 21,5x27-cm-Druck bestellen. Kostenpunkt: fünf Dollar [5,8 Euro].

Dafür geht man allerdings sicher, dass Reeds "Flirt mit dem Kapitalismus" erfolgreich wird und man einen "Künstler vor dem Kommunismus gerettet hat". Das sagt er natürlich ganz ohne Hintergedanken und weitere Erläuterungen. Wer also noch nie einen "Flame" zu Gesicht bekommt hat, hat gerade gelernt, wie man einen startet.