26.06.2001

REGULIERUNG

Bildquelle:

"Mobilfunktarife werden weiter sinken"

Die Umstellung auf den neuen EU-Rechtsrahmen bei der Telekom-Regulierung sieht der Geschäftsführer der RTR [Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH] für den Fachbereich Telekom, Heinrich Otruba, als eine der zentralen Aufgaben der neuen RTR.

Auf Grund des noch immer steigenden Telefongeschäfts im Mobilfunkbereich erwartet Otruba weitere Preissenkungen bei den Handy-Gesprächstarifen.

Bis Jahresende will die EU-Kommission sechs neue Richtlinien für die Regulierung des Telekom-Marktes vorlegen, die ab Jänner 2002 auch in Österreich laufend umgesetzt werden sollen.

Mehr als 100 Mio. ATS Budget

Die neue RTR hat für heuer ein Budget "deutlich jenseits der 100 Mio. ATS" zur Verfügung, mehr als 85 Mio. davon entfallen auf den Telekom-Bereich.

Die neue Behörde hat 65 Mitarbeiter im Telekom-Sektor, im Rundfunkbereich sind derzeit 15 Leute beschäftigt. Otruba war bereits seit 1997 Geschäftsführer der früheren Regulierungsbehörde Telekom Control, die nun in die RTR eingebracht wurde.

Keine Entscheidung über Grenzwerte

Für die Schaffung einer Grenzwerteverordnung für die Strahlenbelastung von Handysendern, die von Infrastrukturministerin Monika Forstinger [FPÖ] auf Eis gelegt wurde, habe die RTR "weder einen Auftrag noch die Kompetenz", bemerkte Otruba.

RTR überprüft UMTS-Lizenzinhaber

Die RTR prüft derzeit weiters, ob die sechs Inhaber einer Lizenz für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications System] die Konzessionsauflagen auch wirklich erfüllen. Eine Zusammenarbeit der UMTS-Betreiber beim Netzaufbau sei - ebenso wie in Deutschland - möglich.