25.06.2001

NEW ECONOMY

Bildquelle:

Weniger Fusionen nach DotCom-Crash

Nach dem Einbruch der New-Economy-Euphorie sind die Unternehmensübernahmen weltweit drastisch gesunken.

Im 1. Halbjahr 2001 ging der Wert der Transaktionen um 58 Prozent auf 798 Milliarden USD gegenüber dem Vergleichszeitraum zurück, teilte die Unternehmensberatung KPMG heute in Berlin mit. Die Anzahl der Transaktionen nahm um 35 Prozent auf 9210 ab.

Geschäft auf Niveau von 1998

Es bleibe abzuwarten, inwieweit eine Steuerreform wieder mehr ausländische Investoren zu Käufen anlocken werde, erklärte der Leiter von KPMG Corporate Finance, Thomas Ehren.

Das Geschäft sei insgesamt wieder auf dem Niveau des Jahres 1998 angekommen und habe sich praktisch auf Normalmaß eingependelt. Am stärksten war der Rückgang auf dem europäischen Markt.

Asien weniger betroffen

Dort schrumpfte der gesamte Transaktionswert um 63 Prozent, während er in den USA um 51 Prozent sank. Eine etwas weichere Landung erlebte der asiatisch-pazifische Markt. Hier gab es einen Rückgang um 19 Prozent. Allerdings sei das Vorjahresniveau relativ niedrig gewesen.

Inneramerikanische Fusionen

Die zehn weltweit größten Transaktionen zeigten, dass der US-Markt im ersten Halbjahr sehr stark auf inneramerikanische Transaktionen ausgerichtet war.

Hier schlage insbesondere die Fusion von America Online und Time Warner [94,3 Mrd. USD] zu Buche. Eine Ausnahme bilde der Kauf von Voicestream durch die Deutsche Telekom, die zugleich die größte grenzüberschreitende Transaktion war [24,6 Mrd. USD].