Nokia Österreich mit Umsatzsteigerung
Nokia Österreich [Eisenstadt] hat im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2000 den Umsatz um knapp 29 Prozent von 5,6 Mrd. ATS auf 7,2 Mrd. ATS [523 Mio. Euro] gesteigert, erklärte Nokia Österreich- Geschäftsführer Urs Pennanen am Donnerstag.
Mit neuen durch die Integration von verschiedensten Handytechnologien entstehenden mobilen Applikationen will die Österreich-Tochter des finnischen Telekommunikationskonzerns dem abgeschwächten Wachstum des Handymarktes entgegenwirken.
Neuer Fokus auf mobile Anwendungen
"Im Jahr 2000 wurden in Österreich noch 3,5 Millionen
Mobiltelefone verkauft, heuer werden es nur mehr 2,8 Millionen
sein", schätzt der Nokia-Geschäftsführer für Mobiltelefone, Mads
Winblad. Die Penetration in Österreich betrage derzeit rund 77
Prozent. Der Fokus von Nokia liege heuer auf den mobilen
Internet-Technologien WAP, GPRS und HSCSD [High Speed Circuit
Switched] sowie Video-Streaming, die SMS-Nachfolge MMS [Multimedia
Massaging Service] und Grafik- und Musikanwendungen.
Nokia ÖsterreichErste GPRS-Handys Anfang Oktober
Anfang Oktober kommt Nokia in Österreich mit den ersten GPRS-Handys [Nokia 8310 und Nokia 6310] auf den Markt. Im Nokia 8310 sei auch ein UKW-Radio integriert.
"Wir befinden uns zur Zeit in einer besonderen Situation", meinte Winblad. Die eine Handytechnologie - GSM - sei nach dem Höhepunkt im Vorjahr nun leicht rückläufig, eine andere - die dritte Mobilfunkgeneration UMTS - erst im Aufbau.
UMTS werde nicht nur mit Anwendungen für Geschäftskunden erfolgreich sein, sondern auch beispielsweise mit Unterhaltungsapplikationen, ist Winblad überzeugt. SMS sei 1992 auch speziell für Geschäftskunden entwickelt worden, werde nun aber vor allem von Privatkunden genutzt.
"Evolution, keine Revolution"
Die dritte Generation [3G] brauche man zwar nicht unbedingt, es sei aber gut, wenn man sie habe ["it's not need to have, but it's nice to have"], so Winblad.
UMTS sei eine "Evolution, keine Revolution". Es habe vergleichsweise auch 38 Jahre gebraucht, bis 50 Millionen Personen das Radio nutzten, beim PC waren es 16 Jahre, beim Fernsehen 13 Jahre, bei Mobiltelefonen 5 Jahre, beim Internet nur mehr 4 Jahre.
