Land der "Portale"
Österreich ist seit heute [offiziell] um zwei neu gestaltete "Portale" reicher.
Der neue Auftritt der Internettochter der Telekom Austria, Jet2Web Internet, war zwar schon in den letzten Tagen online, wurde aber erst gestern abend amtlich vorgestellt.
One ist unterdessen mit seiner neuen Site auf dem Weg zum mobilen "Handy-Portal".
Zuletzt startete hierzulande unter dem Titel "Portal" Lycos eine Site:
Lycos startet mit Österreich-"Portal"Ambitioniert
Jet2Web Internet hat laut Selbstbeschreibung ein "Multimedia-Portal" gestartet. Die Anfangs-Investitionskosten betrugen nach Unternehmensangaben 50 Millionen ATS, der von rund 45 Partnerfirmen zur Verfügung gestellte Content kostet monatlich einen zweistelligen Millionenbetrag.
Laut Jet2Web Internet-Geschäftsführer Eduard Zehetner soll sich das "Portal" durch kostenpflichtige Inhalte sowie Werbe- und E-Commerce-Aktivitäten binnen drei bis vier Jahren soll rechnen.
"Wir wollen nächstes Jahr die meistbesuchte Seite in Österreich und bis 2003/04 das am intensivsten genutzte Portal im deutschsprachigen europäischen Raum werden", gab sich Zehetner ambitioniert.
Das bisherige "TA-Portal" "aon.at" soll in den kommenden zwei Wochen abgeschaltet und durch das neue ersetzt werden. In den nächsten Monaten sollen Kooperationen mit lokalen Partnern in den deutschsprachigen Nachbarländern - Deutschland, Schweiz, Südtirol - folgen.
Jet2Web-"Portal"Alles aufs Handy
Der drittgrößte heimische Mobilfunkbetreiber One hat unterdessen ebenfalls seine neu gestaltet. Die Kosten für den Relaunch bewegen sich im "signifikanten zweistelligen Bereich".
Mit "Information, Kommunikation, Unterhaltung und Shopping" will One "die Nutzung von Web, WAP [Wireless Application Protocol] und SMS-Kurznachrichten weiter fördern".
Schon jetzt erwirtschaftet One nach eigenen Angaben einen zweistelligen Prozentsatz seines für heuer geplanten gesamten Nettoumsatzes von 7,8 Milliarden ATS Umsätze mit SMS-Services.
Die neue Site sieht man bei One als "Beispiel auf dem Weg ins mobile Internet". Die Killeraplikation im mobilen Internet wird laut One-Chef Joergen Bang-Jensen das E-Mail-Service sein.
Die Plattform ist das erste große Projekt der im Februar gegründeten One Internet Services GmbH, einer One-Tochter. Dieses Unternehmen entwickelt und vermarktet in Zukunft sämtliche Datendienste von One. Das Tochterunternehmen beschäftigt bereits 40 IT-Fachkräfte, weitere 70 Mitarbeiter wurden von der Mutter als "virtuelles Team" für das Unternehmen abgestellt. Kunden wird die Internettochter allerdings keine haben, diese werden weiter von der Mutter betreut.
One-"Portal"
