19.06.2001

PATCH IST DA

Bildquelle: ORF ON

Millionen Microsoft-Server angreifbar

Wieder ist ein böser Bug in Windows Internet Information Services entdeckt worden und wieder ist der Schwachpunkt rund um die ISAPI-Schnittstelle [Internet Service Application Programming Interface] angesiedelt.

Im Unterschied zur Anfang Mai entdeckten Verwundbarkeit sind diesmal auch die verbreiteten Version IIS 4.0 für NT 4.0 ebenso betroffen wie 5.0 für Windows 2000 und XP beta 6.0.

Gefährdet sind alle Installationen, die unter den MS-Standard-Einstellungen laufen und den Indexing Service nicht deaktiviert haben.

Schnelle Reaktion aus Redmond

Und noch ein Unterschied ist fest zu stellen. Hatte Microsoft im Mai zwar schnell, aber doch erst nach der Veröffentlichung des Bugs reagiert, ist nun Abhilfe zeitgleich mit der Veröffentlichung des Bugs zur Hand.

Die Nachricht kam gegen zwei Uhr morgens parallel über die bekannten Listen NTBugtraq und Securityfocus, beide Nachrichten hatten einen Link zum MS-Patch bereits inkludiert.

Weitere Abhilfe

Der Indexing Service Filter [.ida] der ISAPI-Schnittstelle verabsäumt es, Eingaben via WWW einem "Bounds Check" zu unterziehen, wodurch es möglich ist, einen so genannten "Buffer Overflow" zu provozieren, der den Server einem Angreifer vollständig ausliefert.

eEye Security, die bereits die Angriffsmöglichkeit auf die Druckschnittstelle veröffentlicht hatten, reklamiert die Entdeckung des Bugs für sich und empfiehlt, den .ida ISAPI Filter - falls nicht benötigt - einfach zu deaktivieren.