Königliche Telekom für Ausländer zu haben
Die niederländische Regierung würde nach Angaben eines Sprechers des Wirtschaftsministeriums eine etwaige Übernahme der KPN Telecom durch eine ausländische Firma erlauben.
Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Chris Breedveld, sagte heute in Amsterdam: "Die Ministerin [Annemarie Jorritsma] meint, in einem freien Markt kann die Regierung eine Übernahme von KPN durch eine ausländische Firma nicht blockieren, nachdem KPN andere ausländische Unternehmen übernommen hatte."
Der niederländische Staat hält einen Anteil von 34,7 Prozent an KPN, unter anderem die Muttergesellschaft des deutschen Mobilfunkanbieters E-Plus.
KPN erklärt sich zum ÜbernahmekandidatenKursverfall
Früheren Presseberichten zufolge plant KPN zur Reduzierung ihrer Schulden in Höhe von 23,2 Milliarden Euro eine Bezugsrechtsemission im Volumen von fünf bis 5,5 Milliarden Euro.
Von Seiten des Telekom-Konzerns hatte es dazu geheißen: "Wir bewerten fortwährend mögliche Wege zur Stärkung unserer Finanzposition und überprüfen das ganze Spektrum finanzieller Alternativen, einschließlich einer Bezugsrechtsemission, im Kontext der vorherrschenden Marktbedingungen."
Der Kurs der KPN-Aktie ist seit dem ersten Bericht über die angeblich geplante Bezugsrechtsemission am 1. Juni um etwa 50 Prozent auf zuletzt 16,74 Euro gefallen.
