16.06.2001

SIEMENS

"Wenn der Himmel nicht einstürzt"

Siemens-Chef Heinrich von Pierer geht weiterhin davon aus, dass sich das Geschäftsumfeld für den Industrie- und Technologiekonzern nach dem dritten Quartal [per Ende Juni] verbessern wird.

"Wenn der Himmel nicht einstürzt, werden wir nach dem dritten Quartal [...] das Gröbste überstanden haben", sagte von Pierer in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Sparmaßnahmen

Eine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr 2000/2001 lehnte von Pierer allerdings weiter ab. "Das ist zu schwierig", sagte der Siemens-Chef. Früher hatte er diese Haltung mit den Unsicherheiten im Mobilfunkgeschäft begründet. Für diesen Bereich schloss von Pierer weitere Kosteneinsparungen nicht aus.

Falls sich die Lage auf dem Handy-Markt weiter verschlechtern sollte, könne der Konzern noch mehr als die bislang ins Auge gefassten Kosten von 600 Millionen Euro sparen, sagte er dem Blatt zufolge.

Eine Zahl wollte von Pierer der Zeitung zufolge zwar nicht nennen, doch lasse sich aus seinen Andeutungen schließen, dass es eine Größenordnung von mindestens 100 Millionen Euro sein könnte.

Die bereits geplanten Kosteneinsparungen sollen unter anderem durch den zusätzlichen Abbau von 3.500 Stellen erreicht werden, wie Siemens Ende April angekündigt hatte.