Apple und die Church of Satan
Nachdem Apples Rechtsabteilung mit Kopien von iMac-Design und Aqua-Look zu tun hatte, stört man sich nun an unerwünschter Werbung.
Das Bekenntnis der kalifornischen "Church of Satan" zum Prinzip Macintosh wurde dem in US-Schulen groß vertretenen Betriebssystem offenbar als abträglich erachtet.
Verbotene Früchte
Peter Gilmore ist Webmaster der Church of Satan, und er mag
Macintosh-Rechner. Diese Affinität wollte er mit "made with
macintosh"- und "think different"-Logos und Bildern zum Ausdruck
bringen. Sehr zum Missfallen der Rechtsabteilung Apples, die der
Church of Satan Urheberrechtsverletzung und Rufschädigung vorwarfen.
Apple Computer and the Church of SatanVerlorene Unschuld
Nach einem längeren Briefwechsel zwischen Peter Gilmore und Arent Fox, der Kanzlei, die für Apples Rechtsangelegenheiten zuständig ist, wurden jegliche Referenzen zu Apple oder Macintosh von der Seite genommen.
Für Peter Gilmore ging damit eine Institution, die für Individualismus und Non-Konformität stand, verloren:
"Der Macintosh wurde mit einem Werbefilm eingeführt, in der eine junge Frau durch gesichtslose Massen eilt und das TV-Bild eines orwellschen Diktators zerstört. Heute müsste das Gesicht des Diktators das von Steve Jobs sein, wobei dessen Anwälte die Rolle der Masse übernehmen und sich nur zeigen, um der Frau das Bein zu stellen."
Sündenfall
Gilmore fügt hinzu: "Besonders amüsant ist die Tatsache, dass
dieses Unternehmen mit seinem Logo des angebissenen Apfels
offensichtlich auf den anderen berühmten Apfel verweisen will. Wir
haben die verbotene Frucht nicht vergessen, die Eva das Wissen um
Gut und Böse bescherte und ihr von der Schlange, einem Avatar
Satans, angeboten wurde. Ist es also nicht seltsam, dass dieses
Unternehmen die Bewunderung der Church of Satan fürchtet?"
Apple
