13.06.2001

KONTRAHENTEN

Bildquelle: ifpi

Hartnäckige heimische Musikpiraten

Nach der internationalen IFPI-Jahresbilanz von gestern hat heute auch der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft [IFPI Austria] Zahlen für 2000 vorgelegt.

Die "Piraterie-Rate" ist demnach in Österreich im Jahr 2000 stabil bei zirka 1,5 Prozent des Gesamtmarktes geblieben.

Demnach beläuft sich der Piraterie-Markt hierzulande nach Rechnung der IFPI auf 60 Millionen ATS.

Mehr Site-Schließungen

Erfolgreich war die IFPI Austria nach eigenen Angaben bei der "Eindämmung von Musikpiraterie im Internet":

Brennerei

Stark steigende Tendenz weist auch das Brennen von Musik auf CD-Rohlinge auf: Laut Fessel-GfK sind im Vorjahr bereits 9 Millionen CD-Rs mit Musik bespielt worden, 1999 erst 5 Millionen Stück.

Bei 22,5 Millionen verkauften Original-CDs besteht laut der IFPI eine "ernst zu nehmende Gefährdung für den Musikmarkt durch Kaufsubstitution".

Wirtschaftszweig

Die heimische Musikbranche zählt nach eigenen Angaben mit einer jährlichen Wertschöpfung von etwa 30 Milliarden ATS und mehr als 42.000 Beschäftigten zu den zehn größten Wirtschaftssektoren des Landes.

Musikpiraterie - egal in welcher Form - gefährde Arbeitsplätze, die Einkommen der Urheber, Künstler und Produzenten sowie die kulturelle Vielfalt und vermindere die Steuereinnahmen des Staates, so die IFPI.