Handys als politische Killer-App
Der Kampf gegen die Wahlverdrossenheit könnte nach Ansicht britischer Meinungsforscher ganz einfach mit dem Mobiltelefon gewonnen werden:
Eine heute veröffentlichte Studie des ICM-Instituts ergab, dass sich Jungwähler doppelt so häufig an den jüngsten Wahlen in ihrem Land beteiligt hätten, wenn das per Handy möglich gewesen wäre.
ICMM-Wahlen
Premierminister Tony Blair, der die Wahl am vergangenen Donnerstag klar gewonnen hatte, äußerte sich besorgt über die geringe Wahlbeteiligung besonders unter den Jungwählern. Nur 32 Prozent der 18- bis 24-Jährigen hatten ihre Stimmen abgegeben.
Nach den Umfrageergebnissen wären aber 73 Prozent dazu bereit gewesen, wenn sie ihr Handy zur Stimmabgabe hätten benutzen können.
Mobiltelefon-Gesellschaften hoffen jetzt, dass das Votum per Handy bereits bei den nächsten Wahlen in vier oder fünf Jahren möglich sein wird.
