13.06.2001

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Bildquelle: companies

Offizielles zur Kooperation von IBM und SAP

IBM und SAP wollen heute auf einer internationalen SAP-Konferenz in Orlando offiziell ihre neue E-Business-Kooperation bekannt gegeben.

Mit dem Schritt würde den Wünschen von Unternehmen nach integrierten Angeboten für elektronische Geschäftsabwicklung und Verwaltung entsprochen, hieß es im Vorfeld.

"Alliance Team"

Rund die Hälfte der 5000 IBM-Berater, die bisher die klassischen betriebswirtschaftlichen SAP-Anwendungen von Kunden betreuen, soll künftig für die E-Business-Produkte der Walldorfer geschult werden, sagte Ferdinand Prezenski, bei IBM in Europa zuständig für Allianzen im Bereich Datenmanagement.

Die seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sei damit auf alle wichtigen Produktmarken ausgedehnt worden. Durch die vor zwei Jahren vereinbarte Kooperation bei Datenbanken habe IBM seinen Marktanteil in diesem Segment von unter zehn auf 15 Prozent steigern können, sagte Prezenski.

Ein spezielles "Alliance Team" soll verhindern, dass sich SAP und IBM bei den gleichen Kunden Konkurrenz machen.

Prezenski betonte, die Vereinbarung bedeute keinen Strategiewechsel für IBM, das bisher bei Internet-Software in den Bereichen Handelsplattformen und elektronischer Einkauf mit den amerikanischen Anbietern Ariba und i2 zusammengearbeitet hatte. "Es gibt nach wie vor Kunden, die Strategien mit mehreren Anbietern fahren, und solche, die sich auf SAP konzentrieren wollen." Arriba und i2 waren in den vergangenen Monaten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. SAP kooperiert wiederum im E-Business bisher mit dem Unternehmen Commerce One, an dem die Walldorfer auch beteiligt sind.