Las Vegas will Online-Casinos
Internet-Casinos sind für die Glücksspiel-Branche das Geschäft der Zukunft, doch ausgerechnet Las Vegas darf bisher nicht mitspielen.
Online-Wetten sind in den USA ebenso verboten wie das Glücksspiel per Telegraf oder Telefon.
Indes sind Gesetze nicht in Stein gemeißelt, und genau darauf bereitet sich die Spielerstadt vor.
3 bis 5 Mrd. USD nächstes Jahr
Wird das virtuelle Glücksspiel in den USA freigegeben, dann winken Nevada satte Steuereinnahmen. 6,5 Prozent der Wettbeträge fließen in den Staatssäckel des Bundesstaates. Analysten schätzen den Umsatz von Online-Wetten für 2002 auf drei bis fünf Milliarden USD.
Karibik führt
Bislang kontrollieren 1400 bis 1800 Websites mit Sitz in der Karibik das Geschäft. Deren Kunden leben größten Teils in den USA, wie die Branche vor ihrer diesjährigen Messe in Toronto berichtete.
Für die Offshore-Anbieter ist die Aussicht, Las Vegas als Konkurrenten zu bekommen, nicht gerade erfreulich. "Wenn Nevada auf legale und sichere Art online geht, dann geht es vielen kleinen Websites an den Kragen", sagt Frank Fahrenkopf von der Vereinigung der US-Glücksspielbranche in Washington.
Nevada-Games als Markenzeichen
Die Casinos aus Las Vegas hätten den Vorteil, legal zu sein, Gewinne zuverlässig auszuzahlen und auch in der realen Welt außerhalb des Internets zu existieren. "Die ganze Sache bekommt das Gütesiegel von Nevada, und das ist ein enorm wertvolles Markenzeichen", meint Senator James.
Bis Online-Gamblen allerdings legal wird, muss der Gesetzgeber noch überzeugt werden, dass Minderjährige etc. von den Spielen ausgeschlossen werden können.
