10.06.2001

M@TRIX FORUM

Bildquelle: PhotoDisc

Digitales Fernsehen wird terrestrisch

Das analoge Fernsehzeitalter hat ein Ablaufdatum bekommen. Geht es nach der Beschlussfassung der deutschen Bundesregierung, so soll die analoge Verbreitung des terrestrischen Fernsehens durch die digitale Übertragung bis zum Jahr 2010 ersetzt sein.

In Finnland, Großbritannien, Schweden und Spanien sind Teile des DVB-T Netzes bereits im Regelbetrieb.

DVB-T (terrestrisch)

"Digital Video Broadcasting" ist ein Standard für die digitale Fernsehübertragung. DVB beruht hauptsächlich auf den Technologien MPEG-2 komprimierte Video-Codierung und den MPEG Layer II komprimierte Audio-Codierung. Für einen digitalen "Free to Air" Betrieb müßten die analogen Sendeanlagen mit DVB-T Sendegeräten ausgestattet werden. Die Datenübertragung bei DVB-T beträgt nach Angaben von Karl Fischer, Leiter der Sendetechnik im ORF, zwischen 5 und 31 MBit/s. Bei einer sicheren Übertragungsrate von 16 MBit/s wären auf einer Frequenzkette vier Fernsehprogramme zu übertragen, so Fischer.

Noch-analoge Insel Österreich

In Österreich sind zur Zeit drei nationale Frequenzkette möglich. Zwei davon werden mit ORF1 und ORF 2 bespielt. Dass die dritte Frequenzkette nicht für "digitales Fernsehen" genützt wird, hat der Ministerrat Ende Mai beschlossen.

Um eine Handlungsanleitung für die weitere Vorgehensweise der Bundesregierung zu erarbeiten, soll die "Digitale Plattform Austria" eingerichtet werden.