06.06.2001

VOR SITZUNG

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Telecom Italia wird Häberli nicht verhindern

Die Telecom Italia [TI] dürfte bei der heutigen Aufsichtsratssitzung der Telekom Austria [TA] - so es zu einer Abstimmung über die Ernennung eines neuen TA-Vorstands kommt - doch nicht gegen die Ernennung des Schweizer Papier-Managers Ernst Häberli als neuen Vorstandschef stimmen.

Obwohl Häberli nicht unbedingt als Wunschkandidat der TI gilt, erklärte TI-Sprecherin Daniela Bracco: "Wir werden sicher kein Veto gegen Häberli einlegen."

Neutrale Stimmung

Es gebe a priori kein negatives Urteil, so Bracco in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung "Der Standard".

Wahrscheinlich heute keine Abstimmung

Gerüchten zufolge war ÖIAG-Aufsichstratspräsident Alfred Heinzel am Wochenende in Rom, um für den ÖIAG-Wunschkandidaten Stimmung zu machen.

Ob es nach der Zustimmung der TI zu Häberli nun bereits heute zur Abstimmung über einen neuen TA-Vorstand kommt, gilt aber nach wie vor als eher unwahrscheinlich.

Auch der TA-Betriebsrat hat sich im Vorfeld vehement gegen die Bestellung eines neuen Vorstands ausgesprochen. Er befürchtet neben den mit rund 52 Millionen ATS bezifferten hohen Ablösekosten für den derzeitigen TA-Chef Heinz Sundt - und weiteren 40 Millionen, wenn auch Finanzvorstand Stefano Colombo abberufen wird -, dass sich die Restrukturierung der TA durch einen Vorstandswechsel um mindestens ein Jahr verzögert.