Telecom Italia wird Häberli nicht verhindern
Die Telecom Italia [TI] dürfte bei der heutigen Aufsichtsratssitzung der Telekom Austria [TA] - so es zu einer Abstimmung über die Ernennung eines neuen TA-Vorstands kommt - doch nicht gegen die Ernennung des Schweizer Papier-Managers Ernst Häberli als neuen Vorstandschef stimmen.
Obwohl Häberli nicht unbedingt als Wunschkandidat der TI gilt, erklärte TI-Sprecherin Daniela Bracco: "Wir werden sicher kein Veto gegen Häberli einlegen."
Neutrale Stimmung
Es gebe a priori kein negatives Urteil, so Bracco in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung "Der Standard".
Wahrscheinlich heute keine Abstimmung
Gerüchten zufolge war ÖIAG-Aufsichstratspräsident Alfred Heinzel am Wochenende in Rom, um für den ÖIAG-Wunschkandidaten Stimmung zu machen.
Ob es nach der Zustimmung der TI zu Häberli nun bereits heute zur Abstimmung über einen neuen TA-Vorstand kommt, gilt aber nach wie vor als eher unwahrscheinlich.
Auch der TA-Betriebsrat hat sich im Vorfeld vehement gegen die Bestellung eines neuen Vorstands ausgesprochen. Er befürchtet neben den mit rund 52 Millionen ATS bezifferten hohen Ablösekosten für den derzeitigen TA-Chef Heinz Sundt - und weiteren 40 Millionen, wenn auch Finanzvorstand Stefano Colombo abberufen wird -, dass sich die Restrukturierung der TA durch einen Vorstandswechsel um mindestens ein Jahr verzögert.
