Linux-Supercluster simuliert das All
Vor zwei Tagen veröffentlicht, soll der neue 64-Bit-Prozessor "Itanium" von Intel nun den Linux-Supercluster des NCSA [National Center for Supercomputing Applications] zum stärksten Rechnerkollektiv der akademischen Welt machen.
160 mit dem Itanium ausgerüstete eServer von IBM werden gemeinsam mit dem bereits bestehenden Cluster aus 512 Servern eine Rechenkapazität von einer Billion Operationen in der Sekunde erreichen.
Red Hat und TurboLinux
Der erste Teil des Superclusters besteht aus 512 IBM-eServern
x330 mit je zwei 1-GHz-Intel-Pentium-III-Prozessoren und Red Hat
Linux. Der Itanium-Cluster aus 160 Rechnern soll unter TurboLinux
laufen. Als Cluster-Software kommt Myrinet von Myricom zum Einsatz.
NCSAKollisionen Schwarzer Löcher simulieren
Die insgesamt 672 Computer sollen den Wissenschaftlern unter anderem mehr Einblick in die Abläufe bei Kollisionen schwarzer Löcher verschaffen oder das Verhalten von Gas bei Überschallgeschwindigkeit erklären helfen.
Linux gilt zwar als zukunftsorientiertes Betriebssystem, wurde bisher aber erst sporadisch für komplexe Anwendungen außerhalb des Internets eingesetzt.
IBM will nach früheren Angaben in den nächsten vier Jahren in Europa 200 Millionen USD in so genannte Linux-Zentren investieren. Dort stellt das Unternehmen rund 600 Berater und Spezialisten für Hardware, Software und Service rund um Linux zur Verfügung.
Linux-Superrechner für seismologische Berechnungen
Der Mineralölkonzern Shell und der Computerriese IBM wollen den
größten Supercomputer der Welt entwickeln, auf dem das freie
Betriebssystem Linux installiert ist. Der Supercomputer besteht aus
1.024 einzelnen Servern, die zu 32 Einheiten montiert werden. Auf
dem Großrechner sollen seismologische Berechnungen für die
Erdölförderung laufen, teilte IBM heute in Paris mit.
Shell und IBM mit weltgrößtem Linux-Rechner
