01.06.2001

DIE MACHT

Bildquelle: ORF ON

Linux-Supercluster simuliert das All

Vor zwei Tagen veröffentlicht, soll der neue 64-Bit-Prozessor "Itanium" von Intel nun den Linux-Supercluster des NCSA [National Center for Supercomputing Applications] zum stärksten Rechnerkollektiv der akademischen Welt machen.

160 mit dem Itanium ausgerüstete eServer von IBM werden gemeinsam mit dem bereits bestehenden Cluster aus 512 Servern eine Rechenkapazität von einer Billion Operationen in der Sekunde erreichen.

Kollisionen Schwarzer Löcher simulieren

Die insgesamt 672 Computer sollen den Wissenschaftlern unter anderem mehr Einblick in die Abläufe bei Kollisionen schwarzer Löcher verschaffen oder das Verhalten von Gas bei Überschallgeschwindigkeit erklären helfen.

Linux gilt zwar als zukunftsorientiertes Betriebssystem, wurde bisher aber erst sporadisch für komplexe Anwendungen außerhalb des Internets eingesetzt.

IBM will nach früheren Angaben in den nächsten vier Jahren in Europa 200 Millionen USD in so genannte Linux-Zentren investieren. Dort stellt das Unternehmen rund 600 Berater und Spezialisten für Hardware, Software und Service rund um Linux zur Verfügung.