Gericom zieht nach China
"Unsere eigene Firma geht auch rüber, Linz wird nicht weiter ausgebaut", sagte Gericom-Vorstandsvorsitzender Hermann Oberlehner.
"Rüber" sind bereits die taiwanesischen Zulieferer des Linzer Notebook-Produzenten First International Computer und Twinhead International - nämlich nach Shanghai.
Ein Viertel der Kosten
Während die Fertigungskosten in Taiwan mittlerweile europäisches
Niveau erreicht haben, könne in China zu einem Viertel der Kosten
produziert werden, so Oberlehner weiter.
Die Bilanz 2000An die chinesischen Endkunden
Das Hauptinvestment in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags werde von den beiden Zulieferern getragen.
Die Ansiedlung von Gericom selbst wird mit Kosten von ein bis zwei Millionen Dollar geschätzt.
In Linz betreibt Gericom derzeit eine Endfertigung für die in Taiwan vorassemblierten Geräte.
Mittelfristig will Gericom in China "genauso wie in Europa über Retailer an den Endkunden gehen", sagte Oberlehner, der den chinesische Markt für Notebooks in fünf Jahren für so groß wie den deutschen einschätzt.
Aktie minus 5,54 Prozent
Die Aktionäre honorierten diese Pläne rein gar nicht. Gericom
notierten am Donnerstag auf dem Neuen Markt 5,54 Prozent im Minus
bei 32,65 Euro.
Quartal eins 2001Gute Zahlen
Dabei hatte Gericom seine Aktionäre zum ersten Quartal 2001 mit über den Prognosen liegenden Zahlen erfreut.
Das Unternehmen hatte bei plus 103,7 Prozent Konzernumsatz [163,3 Mio. Euro] einen 150,3-prozentigen Anstieg des Betriebsergebnisses [EBIT] auf 8,1 Millionen Euro erzielt.
Für das Gesamtjahr projektiert Gericom einen 40-prozentigen Umsatzanstieg gegenüber den 332,7 Millionen Euro von 2000 und einen laut Finanzvorstand Gerhard Leimer "überproportionalen Anstieg des EBIT".
