US-Musikindustrie kämpft für Aimster-Klage
Die US-Musikindustrie hat ein Gericht im Bundesstaat New York aufgefordert, ihre Klage gegen die Online-Musikplattform Aimster wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung zuzulassen.
Aimster biete Internet-Nutzern genau dasselbe wie Napster, sagte Matt Oppenheim von Verband der US-Musikindustrie RIAA [Recording Industry Association of America].
Napster muss nach Klagen der Musikindustrie urheberrechtlich geschützte Titel aus dem Angebot entfernen, um eine Schließung zu verhindern. Im Fall Aimster habe das Gericht nun noch weitere Unterlagen angefordert, sagte Oppenheim.
AimsterErstes Bundesgericht verweigert
Die Musikindustrie hatte die Klage gegen Aimster vergangene Woche bei einem Bundesgericht in der Stadt Albany eingereicht. Das Gericht hatte entschieden, den Prozess vorerst nicht zu eröffnen.
Aimster hatte selbst schon vor einigen Wochen gegen die Musikindustrie geklagt. Damit wollte Aimster erreichen, dass das Gericht der Tauschbörse bestätigt, keine Urheberrechte zu verletzen.
Dateitausch wie Instant Messenger
Mit Aimster können Dateien über den AOL Instant Messenger [AIM] getauscht werden. Dabei können AOL-Nutzer Aimster zufolge Dateien nur mit jenen Internet-Nutzern tauschen, die sie auf ihrer so genannten "AOL-Buddy-List" haben.
Die Musikindustrie wirft Aimster dagegen vor, nicht nur den direkten Austausch zwischen AOL-Mitgliedern zu ermöglichen, sondern wie Napster auch einen zentralen Index für die systematische Suche nach Musikdateien anzubieten.
