30.05.2001

AUFWÄRTS

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Analysten loben Telekom Austria

Die Telekom-Austria-Gruppe hat ihre endgültigen Quartalszahlen bekannt gegeben.

Demnach weist die TA im Festnetzbereich, der rund 60 Prozent zum Umsatz beiträgt, bei einem Umsatzrückgang eine Stagnation beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen [EBITDA] auf.

Durch den verschärften Wettbewerb sank der Umsatz der Gruppe im Festnetzbereich um 6,3 Prozent auf 638,8 Mio. Euro, das EBITDA stagnierte "auf Grund der erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen" mit 210 Mio. Euro auf dem Niveau des ersten Quartals des Vorjahres,

Analysten sind großteils zufrieden mit der Entwicklung.

TA-Aktie unbeeindruckt

Die TA-Aktie zeigte sich von den Quartalsergebnissen im Vormittagshandel relativ unbeeindruckt und fiel heute Vormittag leicht um 0,3 Prozent auf 6,78 Euro.

Dass die Gruppe mit 10,3 Millionen Euro Quartalsüberschuss ein positives Nettoergebnis erzielen konnte, sei überraschend gewesen. Eigentlich sei ein negatives Ergebnis erwartet worden, betonte Breyer.

Dass sich für das Gesamtjahr 2001 schwarze Zahlen ausgehen, sei aber zu bezweifeln. Es sei damit zu rechnen, dass die TA das durch die Restrukturierungsmaßnahmen gewonnene Geld wieder in Marketingmaßnahmen investieren werde.

Vor allem im Festnetzbereich werde die TA künftig aggressiver agieren, da es noch immer Marktanteilsverluste gebe.

Positiver Quartalsüberschuss

Als Erfolg hervorzuheben sei der positive Quartalsüberschuss, meinte auch Erste-Bank-Analyst Konrad Sveceny. Im Gesamtjahr 2001 werde die TA allerdings noch Verluste schreiben, für das Jahr 2002 scheine hingegen ein positives Nettoergebnis möglich, schätzt Sveceny.

"Im Festnetzbereich konnten die Marktanteilsverluste durch Kostensenkungsmaßnahmen ausgeglichen werden, die EBITDA-Marge verbesserte sich überraschenderweise sogar geringfügig auf 32,9 Prozent", meinte der Erste-Analyst.

Der Internet-Bereich liefere zwar noch keine positiven Ergebnisbeiträge, sei aber ein Hoffnungs- und Wachstumsbereich, stellte Sveceny fest. Die gute Entwicklung im Mobilfunkbereich sei u.a. auf die erfolgreichen Akquisitionen in Slowenien [si.mobil] und Kroatien [VIPnet] zurückzuführen.

Ziele sollten erreicht werden

Auch die detaillierten TA-Quartalszahlen seien gut, das Unternehmen liege im Plan, meinte RZB-Analystin Margit Moritz. Wenn sich der Markt konform entwickle, müsste sich das für 2001 geplante EBITDA-Ziel "auf jeden Fall ausgehen".