28.05.2001

PROPAGANDA

Bildquelle: FuZo

EU-Minister für schwarze Liste im WWW

Die Jugendminister der 15 EU-Staaten verabschiedeten bei ihrem Treffen in Brüssel am Montag eine Erklärung, die rassistische Inhalte im Datennetz verurteilt. Fremdenfeindlichen Kräften dürfe es nicht erlaubt sein, ihre Propaganda im Internet zu verbreiten.

Dafür will man die Internet-Provider "ermuntern", eine schwarze Liste unerwünschter Internet-Adressen zu erstellen, sagte Schwedens Jugendministerin Britta Lejon für die Ratspräsidentschaft.

Sperrung auf Zugangsebene

Im Kampf gegen rechtsextreme Internet-Angebote wollen einige deutsche Bundesländer auch die Anbieter von Internet- Zugängen in die Pflicht nehmen.

Wenn es nicht gelinge, die Inhalte-Anbieter oder den Service-Provider zum Sperren der Angebote zu bewegen, müsse das auf der Zugangsebene geschehen, kündigte der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow [SPD] nach einer Tagung der Aufsichtsbehörden am Montag an.