Zweite Niederlage für Rambus vor Gericht
Rambus hat wegen seiner umstrittenen SDRAM-Patente eine weitere Schlappe erlitten.
Ein Gericht im italienischen Monza hat jetzt eine Unterlassungsklage des Unternehmens gegen den Speicherhersteller Micron abgeschmettert.
Verkauf der Micron-Module sollte unterbunden werden
Rambus wollte die Richter überzeugen, dass Microns
Speicherprodukte die SDRAM-Patente der Kalifornier verletzen. Der
Verkauf der Micron-Module sollte in Italien unterbunden werden.
Hintergrund: Kartellverfahren gegen Rambus bahnt sich anMicron und Hyundai gegen Rambus
Wie berichtet, ist Micron auch in den USA gemeinsam mit Hyundai gegen Rambus vor Gericht gezogen. Die Unternehmen werfen Rambus vor, sich auf ungültige Patente zu berufen.
Das kalifornische Unternehmen deklariere demnach die Technologien von SDRAM- und DDR-Speicher als sein geistiges Eigentum.
Das Standardisierungsgremium JEDEC habe diese Techniken jedoch längst zu öffentlichen Standards erklärt, argumentieren die beiden Unternehmen. Daher dürfe Rambus dafür auch keine Lizenzgebühren verlangen.
Die Verhandlung in diesem Fall wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Herbe Niederlage gegen Infineon
Erst vor knapp zwei Wochen musste Rambus gegen Infineon eine
herbe Niederlage einstecken. Die Jury des US-Bundesgerichts Richmond
hat das Unternehmen wegen Betrugs zu einer Strafe von 3,5 Millionen
USD verurteilt. Rambus hat gegen dieses Urteil umgehend Berufung
angekündigt.
Kapitale Niederlage für Rambus
