28.05.2001

HOLLYWOOD

Bildquelle: Synopsis

Mord und Intrigen um Bill-Gates-Klon

An Hollywoods in der Regel peinliche Darstellung des Internets und der "bösen Hacker" ist man inzwischen gewöhnt: Meistens wird dabei kein Klischee ausgespart.

Ganz in dieser Tradition startet Ende Juni in Europa der Kinofilm "Start-up" [Originaltitel: "Antitrust"], in dem die von Tim Robbins dargestellt Figur "Gary Winston" sowohl von der Stellung als auch dem Haarschnitt her eindeutig von Bill Gates inspiriert ist.

"Winston" ist im Film Boss der "mächtigen Computer-Dynastie N.U.R.F.", zu dem die "Hackerwelt zwischen Megabytes und Pizzabissen", die sich natürlich hauptsächlich in Garagen abspielt, im Kontrast steht.

Hollywood-Handwerk

Die Story ist zwar nicht besonders originell, aber dem Vernehmen nach wenigstens spannend erzählt:

Der "ambitionierte Internet-Programmierer" Milo [Ryan Phillippe], der zusammen mit seinem Freund Teddy [Yee Jee Tso] ein Start-up gründet, wird von seinem großen Idol Gary Winston [Tim Robbins] zu "N.U.R.F." geholt.

Dann erfährt Milo, dass sein Freund Teddy "auf mysteriöse Art" umgebracht wurde - das Hollywood-Intrigenspektakel nimmt seinen unweigerlich Lauf.

Drehbuchautor des Dot.com-Dramas ist Howard Franklin, der mit der Geschichte "Der Name der Rose " bekannt wurde.

Die banale Realität

Den Kontrast zum Hollywood-Schinken "Start-up" bildet der fast gleichnamige Dokumentarfilm "Startup.com", der den steilen Aufstieg und tiefen Fall eines echten Unternehmens schildert.

Die Filmemacher Chris Hegedus und Jehane Noujaim wollten im vergangenen Jahr eigentlich nur die atemberaubend schnelle Entwicklung einer neuen Internet-Firma namens GovWorks.com filmen. Das Unternehmen scheiterte aber noch während der Dreharbeiten.

"Es war ein reiner Glücksfall, dass unsere Geschichte ein so spannendes Finale hat", so Regisseurin Hegedus.