Totalprivatisierung ist "kein Muss"
ÖIAG-Aufsichtsratspräsident, Alfred Heinzel, schließt den Gesamtverkauf der ÖIAG-Anteile an der Telekom Austria vor Ende der laufenden Legislaturperiode aus, falls nicht eine kräftige Wertsteigerung der Gesellschaft gelingt.
"Ich verkaufe nur etwas, wenn ich einen Wert dafür bekomme", erklärte Heinzel in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Profil".
Privatisierung im Koalitionspakt festgeschrieben
Im Koalitionspakt der beiden Regierungsparteien und im
sogenannten "Privatisierungsauftrag" der Regierung an die ÖIAG ist
zwar festgeschrieben, dass eine solche Totalprivatisierung der
Telekom Austria während dieser Legislaturperiode zu erfolgen habe.
Proteste gegen Telekom-Austria-Privatisierung"Darüber läßt sich diskutieren"
Heinzel fühlt sich an diese Vorgabe jedoch nicht zwingen gebunden: "Dieser Auftrag zur Totalprivatisierung binnen eines vorgegebenen Zeitraums war, was die Telekom angeht, von vornherein etwas, worüber sich diskutieren ließe."
Generell gibt sich Heinzel in dem Interview "besorgt" über den Zustand der Telekom. "Sie können davon ausgehen, dass der Aufsichtsrat große Sorgen hat über die Performance des Unternehmens, und auch über die Zusammenarbeit im Vorstand der Telekom", so der Aufsichtsratspräsident.
