"Eine Bürgerwache für das Internet"
US-Behörden haben nach eigenen Angaben 62 Verdächtige bei einem groß angelegten Schlag gegen "Online-Kriminalität" festgenommen.
Insgesamt 56.000 Personen seien um mehr als 117 Millionen Dollar Betrogen hätten, teilten die Bundespolizei FBI und das Justizministerium am Mittwoch mit. Bei der "Operation Cyber Loss" sei bei 61 Einzelverfahren "in einem noch nie da gewesenen Umfang gegen Internet-Betrug" vorgegangen worden, sagte Vize-Justizminister Larry Thompson.
Betrug, Geldwäsche, Copyright
Die Bandbreite der Verbrechen umfasse verschiedene Formen des
Betrugs, Geldwäsche und Urheberrechtsverletzungen. "Operation Cyber
Loss" ging von dem US-Beschwerdezentrum für Internetbetrug [IFCC]
aus, das von FBI und dem Nationalen Zentrum für
Wirtschaftskriminalität geleitet wird.
IFCCFBI.GOVDer Bürger wacht
In San Diego im Bundesstaat Kalifornien seien 39 Personen angeklagt worden, über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 50 Millionen Dollar mit dem Verkauf von nicht geleisteten Internet-Diensten erschlichen zu haben, teilte das FBI mit.
In einem anderen Fall hätten 48.000 Betrogene je 295 Dollar für nichtexistente Geschäfte in einem Online-Einkaufszentrum gezahlt.
Dem IFCC zufolge sind seit seiner Gründung im Mai vergangenen Jahres etwa 36.000 Beschwerden eingegangen. Justizminister John Ashcroft rief Opfer auf, sich zu melden: "Genauso wie eine Bürgerwache verdächtige Aktivitäten in ihrer Nachbarschaft der Polizei meldet, haben Internet-Benutzer jetzt eine 'Cyber-Bürgerwache'"
