Bankomatkarte im Netz aufladen
Besitzern einer Bankomatkarte soll der lästige Aufladegang zu einem Bankterminal künftig erspart bleiben.
Über ein Lesegerät am heimischen PC könnten die Chips auf den EC-Karten dann bequem über das Internet aufgeladen werden, teilte das Elektronikunternehmen SCM Microsystems am Mittwoch in München mit.
"CashMouse"
SCM habe von CpayS, einem Tochterunternehmen von Giesecke &
Devrient, einen Auftrag über die Lieferung von zunächst 150.000 der
neuen Geräte erhalten. CpayS werde die so genannte "CashMouse"
vertreiben. Der Auftrag habe ein Volumen von mehreren Millionen
Euro.
CashMouseBanken schätzen Einsatz als sicher ein
Mit den neuen Geräten soll nicht nur das Aufladen, auch das Bezahlen via Geldkarte beim virtuellen Einkauf möglich sein.
Nach Einschätzung vieler Banken ist der Einsatz der Geldkarte ein sicheres und einfach zu handhabendes Verfahren für den Zahlungsverkehr im Internet.
Der Kunde muss dabei keine persönlichen Daten eingeben, sondern lediglich den Zahlungsbetrag bestätigen.
Strenge Sicherheitsvorschriften
Die Zulassung der Geldkarte für den E-Commerce war lange Zeit an
den strengen Sicherheitsvorschriften des Zentralen Kreditausschusses
[ZKA] des deutschen Kreditgewerbes gescheitert. Zur Computermesse
CeBIT im März hatte der ZKA jedoch seine Genehmigung für das
Lesegerät von CpayS erteilt.
Geldkarten-Terminals für den HeimgebrauchKooperation der Online-Shops zwingend
Ob die Banken ihren Kunden das Geldkarten-Terminal kostenlos zur Verfügung stellen werden, ist allerdings noch nicht klar. Im Handel kostet die CashMouse rund 100 Euro.
Neben dem Preis wird aber vor allem die Akzeptanz der Nutzer und die Kooperation der Online-Shops über den Erfolg der Geldkarten-Terminals entscheiden.
