Greißlerstandorte für den E-Commerce
Die Idee, eine der größten Schwachstellen des E-Commerce - die pünktliche Zustellung des Einkaufs beim Kunden zur Wunschzeit - mittels dezentraler Warenlager zu lösen, ist nicht neu. Allerdings fehlte es bisher an praktikablen Konzepten für diesen Lösungsansatz.
Die Haustürlieferung zu bestimmten Zeiten ist nicht nur ein hoher Kostenfaktor, sie hält auch viele Kunden vom Online-Einkauf ab, da sie die Wartezeiten innerhalb des üblicherweise anvisierten Zeitfensters nicht in Kauf nehmen wollen.
Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik [IML] will nun ein Konzept entwicklt haben, das den Ansatz der dezentralen Warenlager praktikabel umsetzt: den "Tower24".
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und LogistikAusschließen
Rund um die Uhr sollen Verbraucher im "Tower 24" ihre bestellte Waren abholen, ohne dass hohe Kosten für Einzellieferungen an die Haustür entstehen.
Über das Eintreffen ihrer Bestellung werden die Kunden via E-Mail oder SMS benachrichtigt, der Zugang soll "über ein einfaches, aber sicheres Login-System" geregelt werden.
Schließfach-Technik
Angelehnt an die Schließfach-Technik der Bahnhöfe und
Tankstellen, soll der "Tower 24" mit "100 Paketen in 20 Minuten"
gefüllt werden können und für Lieferanten und Kunden über eine
Drive-in-Stelle zugänglich gemacht werden.
Tower 24Lager für Gemüse und Bücher
Selbst frische und tiefgekühlte Produkte können "problemlos" aufbewahrt werden: Der "Tower 24" nutzt die natürliche Isolation des Erdreichs und ein Luftschichten-Kühlsystem.
So eignet sich der Turm als Lager für frische Waren, die am selben Tag bestellt und abgeholt werden ebenso wie für Bücher oder Kleidung, die eine längere Lieferfrist haben.
Praxistest im Herbst und in Dortmund
Im Herbst will das IML gemeinsam mit Siemens auf dem Parkplatz
des Dortmunder Technologieparks den ersten Turm auf seine
Praxistauglichkeit testen.
Funktionen des Tower 24
