400-Gigabyte-Platten in zwei Jahren
Der Computerhersteller IBM hat eine Technologie entwickelt, mit der nach Unternehmensangaben auf Festplatten schon bald deutlich größere Datenmengen gespeichert werden können.
Durch den Einsatz des platinähnlichen Metalls Ruthenium zwischen zwei Magnetschichten könne die Datendichte der Festplatten in den nächsten zwei Jahren vervierfacht werden, so IBM.
Ruthenium-Schicht drei Atome dünn
Konkret soll eine drei Atome dünne Ruthenium-Schicht zwischen
zwei Magnetschichten eingebettet werden. Damit soll es erstmals
möglich sein, den so genannten "superparamagnetic effect" zu
reduzieren. Dieser Effekt beschreibt das Phänomen des Datenverlusts,
der eintritt, wenn die Abstände zwischen den Magnetzuständen zu
klein werden.
IBM Research100 Mrd. Bits pro Quadratzoll
Mit dem neuen Design will IBM Datendichten von bis zu 100 Milliarden Bits pro Quadratzoll [6,5 Quadratzentimeter] erreichen. Bei herkömmlichen Technologien war bei 20 bis 40 Milliarden Bits/Quadratzoll Schluss.
Aktuelle High-End-Platten sind bereits sehr knapp an dieser Grenze. Noch vor kurzem hatte IBM diese Grenze angekündigt und moniert, nur mit neuen Technologien wären signifikant höhere Datendichten zu erreichen.
Serienproduktion in Bälde
Die Technologie, die IBM sehr rasch in die Serienproduktion einbringen will, soll in zwei Jahren für Festplatten mit 400 Gigabyte Kapazität sorgen. Zum Vergleich: Eine derzeitige Durchschnittsplatte hat rund 40 Gigabyte Kapazität.
200 Gigabyte für Notebooks
Bei den kleineren Notebook-Platten sollen sich immerhin noch 200 Gigabyte ausgehen. Handhelds, die bereits jetzt von Miniplatten im Scheckkartenformat profitieren können, sollen dann auf bis zu sechs Gigabyte aufgerüstet werden können.
Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Datendichte bei Festplatten alle 18 Monate verdoppelt. Seit 1997 konnte die Dichte allerdings bereits alle zwölf Monate verdoppelt werden.
