Internet-Telefonie für Unternehmen
Cisco wirbt derzeit mit einer Road-Show für seine VoIP-Löungen [Voice-over-Internet-Protocol], zu denen neben der kostengünstigen und flexiblen Telefonie auch Call-Center-Anwendungen und die Integration anderer Datendienste in die Telefonie gehören.
Cisco hat seinem Produktbündel zu diesen Themen den Namen "Avvid" gegeben [Architecture for Voice, Video and Integrated Data]. Die neuen Anwendungen bringen es auch mit sich, dass der einzelne Anwender Teile der Cisco-Hardware direkt in die Hand bekommt: Im Gegensatz zu den Servern und Routern, die im Hintergrund arbeiten, stehen jetzt Cisco-Telefone direkt auf dem Schreibtisch.
Seit 2. April ist der "Cisco-Avvid-Truck" auf einer Tour durch 30 Länder in Europa und dem Nahen Osten unterwegs. Heute und morgen macht er auf seiner 27.500-Kilometer-Reise Halt in Wien.
Im Truck werden Live-Demonstrationen der verschiedenen "Avvid"-Produkte vorgeführt.
Der Gebrauch des Internet-Protokolls erlaubt es Telekoms und Unternehmen zunächst, einen großen Teil ihrer umfassenden Schalteinrichtungen durch IP-Server zu ersetzen und für das Schalten von Verbindungen Software statt elektronischer Schaltungen zu verwenden. In diesem Standard können zudem Sprach- und Datenübertragungen besser miteinander verknüpft werden. Der Truck parkt direkt neben der Wiener Oper am Ring.
Die ShowAnwendungen
Die vorgeführten Anwendungen umfassen IP-Telefonie mit Call Manager, Unified Messaging, IP Contact Centre [IPCC] und Content Delivery Networks.
Mit dem Call Manager soll es möglich werden, eine Nebenstellenanlage durch die IP-Telefonie über ein kombiniertes Netzwerk zu ersetzen. Das Unified-Messaging-System soll die einzelnen Kommunikationsmedien miteinander verbinden [Voice-Mail, E-Mail und Fax in einem gemeinsamen Applikationspaket].
Das IP Contact Centre [IPCC] bildet mit dem Intelligent Contact Manager eine Kombination von IP-Telefonie und Call-Center-Lösungen, mit dem Content Delivery Network ist es schließlich möglich, Übertragungen von Video, Video-on-Demand und Videokonferenzen im Netzwerk zu realisieren.
Die Vorführung einzelner Anwendungen im Road-Show-Lkw entbehrt allerdings teilweise nicht einer gewissen Komik, da die einzelnen Apparate eines Netzwerks natürlich direkt nebeneinander stehen ["Wir leiten das jetzt weiter und haben sofort alle Daten auf dem anderen Gerät zu Verfügung ..." "Das Video kommt jetzt aus dem LAN-Server, was Bandbreite spart ..."]
IP-Konferenzstation 7935Post-Telefonie over IP
Als zwei der ersten Anwender der "Avvid"-Lösungen in Österreich präsentierte Cisco heute neben dem "Raiffeisen Informatik Zentrum", das nach einem erfolgreichen Pilotprojekt die Technologie unternehmensweit einführen will und auch seinen Business-Kunden VoIP-Lösungen mit Cisco-Technologie anbieten wird, die Post.
"Ein Netzwerk für alle Daten-, Telefonie- und Videolösungen der Post ist das Gebot der Stunde", erklärte Max Schaffer, Chief Information Officer der Post.
Schaffer erklärte weiter, dass in den 2.300 Postämtern, Logistikzentren, Regionalleitungen und anderen Einrichtungen der Post die Telefonie sukzessive auf VoIP umgestellt werden soll.
Dabei spielt neben den erweiterten Anwendungsmöglichkeiten auch eine Rolle, die "traditionell teuren Telefonanlagen mittelfristig einzusparen".
Cisco
