ARD und ZDF wollen massiv investieren
Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland planen massive Investitionen im Online-Bereich.
Wie aus internen Schreiben an die Ministerpräsidenten hervorgeht, die dem Branchendienst "Der Kontakter" vorliegen, veranschlagt die ARD rund 175 Millionen Euro für die Jahre 2001 bis 2004. Das ZDF plant demnach mit rund 17,5 Millionen Euro.
Das Geld will die ARD insbesondere zum Aufbau ihrer Dachmarke "ARD.de" und einzelner "Themenportale" wie "Tagesschau.de" und "Sportschau.de" verwenden.
Der Vorsitzende der Rundfunkkommission, Ministerpräsident Kurt Beck forderte die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten am 2. November letzten Jahres dazu auf, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Aktivitäten im Bereich der Online-Dienste darzustellen. Eine erste Beratung der Länderchefs zu diesem Bericht wird es nach Angaben des "Kontakters" am 21. Juni in Berlin geben.
ARDStreit programmiert
Die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten [KEF] bisher bewilligten 44 Millionen Euro für die ARD reichen zur "Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Internetauftritts nicht aus", heißt es im ARD-Bericht, den Intendant Peter Voß [SWR] unterzeichnete.
Allein im vergangenen Jahr hätten die Kosten für Internet-Aktivitäten der ARD bei rund 19 Millionen Euro gelegen.
ZDF-Intendant Dieter Stolte kritisiert besonders, dass er durch den engen Finanzrahmen noch kein schlagkräftiges Kinderangebot im Internet schaffen konnte.
