Online-Wahlen ab dem im Jahr 2010
Der Gang zur Wahlurne soll nach dem Willen von Deutschlands Innenminister Otto Schily mittelfristig "durch einen einfachen Mausklick" ersetzbar sein.
Laut der Zeitung "Bild am Sonntag" will der SPD-Politiker Wahlen per Internet prinzipiell zulassen. Er rechne aber damit, dass Online-Stimmabgaben frühestens im Jahr 2010 möglich seien.
Schon bei der Bundestagswahl 2002 werden viele Berliner möglicherweise ihre Stimme per Computer abgeben können - allerdings in den Wahllokalen. Der amtierende Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskas sagte im Januar, in einigen Wahlkabinen könnte dann das Kreuzchen statt auf Papier auf einem Bildschirm gemacht werden.
E-Wahlen in Europa im kommenVertrauen und Systemfehler
Momentan arbeiteten Experten des deutschen Innenministeriums daran, technische Probleme bei Internetwahlen zu identifizieren. "Systemfehler hätten katastrophale Folgen für das Vertrauen der Wähler", sagte Schilly.
Auch die Wahl zu Hause am Computer müsse geheim sein. Niemand dürfe seine Stimme mehrfach abgeben, die Wahlberechtigung müsse geprüft werden.
Vor allem aber müsse das System am Wahltag laufen und dürfe nicht manipulierbar sein. "Auf absehbare Zeit kann die Online-Wahl nur ein ergänzendes Angebot sein, wie etwa die Briefwahl heute", erklärte der Minister.
