19.05.2001

NANOZILLA

Bildquelle: tuxia

Mozilla für Linux-Appliances

Mit Nanozilla stellt Tuxia den ersten kommerziellen Embedded-Webbrowser auf Mozilla-Basis vor. Bei gleichem Funktionsumfang wie das Desktop-Vorbild beansprucht er wesentlich weniger Flash- und RAM-Speicher.

Inklusive Java Virtual Machine belegt er rund 10 MByte im Flash-Memory. Damit eignet er sich für den Einsatz in Appliances wie PDAs, Webpads oder Settop-Boxen. Diesen Geräten musste man bisher beim Einsatz von Embedded Linux reichlich teuren Speicher spendieren oder Abstriche an der Browserfunktionalität in Kauf nehmen.

Alle wichtigen Webstandards

Bei einem Flash-Footprint von rund 9 MByte unterstützt der Embedded-Browser alle wichtigen Webstandards wie HTML 4, XML, CSS und Javascript.

Daneben bringt er eine eigene, Kaffe-basierte Java Virtual Machine mit. Sie benötigt rund 1,1 MByte Speicher.

Hinzu kommen bei Bedarf Plugins wie ein PDF-Reader oder Flash- und MP3-Player. Daneben bietet Nanozilla auch Kompatibilität zum Real Player 8.0.

Eigener Window Manager

Nanozilla bringt einen eigenen Window Manager mit und kann daher ohne X-Environment oder Toolkits wie GTK ablaufen.

Über die XML-basierte User Interface Language XUL lässt sich die Bedienoberfläche schnell für den gewünschten Einsatzzweck anpassen oder eine eigene GUI [Graphical User Interface] aufsetzen. Das erleichtert speziell den Einsatz auf Geräten mit relativ niedriger Bildschirmauflösung.

Für mehr Anzeigefläche gerade auf kleinen Bildschirmen sorgt zudem die Möglichkeit zum Ausblenden der Navigationsleiste.