18.05.2001

IDF CONFERENCE

Bildquelle: idf

Intel präsentiert Zukunftsstrategie

Heute geht in Amsterdam das erste europäische "Intel Developer Forum" [IDF] zu Ende. Auf dieser Entwicklerkonferenz haben sich während der letzten zwei Tagen rund 500 Entwickler zum Austausch technischer Informationen und zukunftsweisender Ideen getroffen.

Intel hat darüber hinaus seine Strategie für mobile Internet- und andere Telekommunikations-Anwendungen präsentiert.

Die Konferenz hatte den Schwerpunkt Telekommunikation und Netzwerke und wollte die führende Rolle Europas auf dem Markt für mobile und netzgebundene Kommunikationstechnik unterstreichen. Für die Veranstalter war es "das bedeutendste Technologieereignis von Intel in Europa, Afrika und dem Nahen Osten".

Mobilbereich als Zukunftsmarkt

Intel hat in Amsterdam auch seine Strategie für mobile Internet- und andere Telekommunikations-Anwendungen präsentiert. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben mit Computerchips für Mobiltelefone und Taschencomputer zweistellige Milliardenbeträge umsetzen.

Für Intel könne dieser Markt in Dollar zweistellige Milliardenbeträge bedeuten, sagte der Senior Vice President und Geschäftsführer des Konzernbereiches Mobilfunk und Computer, Ron Smith.

Ein Mobiltelefon habe durchschnittlich Siliziumteile im Wert von 60 Dollar. Da im vergangenen Jahr mehr als 400 Millionen Telefone verkauft worden

seien, habe dieser Markt einen Wert von 24 Milliarden Dollar pro Jahr, führte Smith aus.

Intel arbeite mit zahlreichen Partnern an der Entwicklung weiterer Funktionen im Mobilbereich, darunter auch mit British Telecom [BT]. BT erklärte am Donnerstag, die Kunden wollten Daten auf Computern und

Intel zeigt Handy-DSP mit 340 MHz

Intel hat in Amsterdam außerdem eine Studie seines ersten digitalen Signalprozessors für mobile Internet-Geräte und Handys der nächsten Generation gezeigt. Statt wie bisher rund 100 MHz sollen bald 340 MHz und mehr im Handy möglich sein.

Der unter dem Codenamen Frio entwickelte DSP stammt aus Intels Kooperation mit Analog Devices. Seit Dezember entwickeln die beiden Unternehmen zusammen unter dem Namen MicroSignal Architecture Lösungen für zukünftige Mobilfunkgeräte.

Itanium in fünf Minuten

Ganze fünf Minuten war der Itanium Intel in der zweiten Keynote-Runde in Amsterdam wert. Grund: Der erste 64-Bit-Prozessor von Intel steht unmittelbar vor der Markteinführung.

Mike Fister, Intel-VP und General Manager der Enterprise Platform Group, wiederholte auf dem europäischen IDF den bekannten Fahrplan: Itanium wird noch in der ersten Jahreshälfte ausgeliefert - Punkt. Dafür wird es auch höchste Zeit, hatte Intel doch schon bei der letzten US-Ausgabe des IDF im Februar den Nachfolger des Itanium [Codename McKinley] demonstriert.

Intel bemüht sich, für Ruhe vor dem Sturm zu sorgen. Die unter anderem von der britischen News-Site The Inquirer verbreiteten Gerüchte, dass der 29. Mai zum I-Day werden wird, wollte Fister nicht kommentieren.

Es scheint, als könnte Intel mit dem Itanium gerade noch die Kurve kriegen. Statt mit wie geplant nur 733 MHz soll der Chip jetzt gleich mit 800 MHz an den Start gehen. Standard-Benchmarks will man indes immer noch nicht vorlegen. Auf die Frage nach den SPEC-Werten des Itanium schmunzelte Fister aber: "Wir sind sehr, sehr glücklich über die Zahlen." Doch was der 64-Bitter im Format eines Ziegelsteins in der Praxis bringt, müssen wie immer unabhängige Benchmarks zeigen.

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