Handy mit 340 Megahertz
Intel hat in Amsterdam eine Studie seines ersten digitalen Signalprozessors für mobile Internet-Geräte und Handys der nächsten Generation gezeigt.
Statt wie bisher rund 100 MHz Taktfrequenz sollen bald 340 MHz und mehr im Handy möglich sein.
Der unter dem Codenamen Frio entwickelte DSP stammt aus Intels Kooperation mit Analog Devices. Seit Dezember entwickeln die beiden Unternehmen zusammen unter dem Namen MicroSignal Architecture Lösungen für zukünftige Mobilfunkgeräte.
Diese sollen die zunehmende Bandbreite der drahtlosen Netze besser nutzen können. Die Handy-Elektronik, allen voran der DSP, ist derzeit generell zu langsam. Das Problem verschärft sich noch, wenn UMTS Datenraten von zwei Megabit/s bieten wird.
IntelMehr Megahertz gefragt
Sollen die Endgeräte damit zurechtkommen und dennoch lange Laufzeiten bieten, sind neue DSPs gefragt. In aktuellen Handys arbeiten diese Bausteine mit 90 bis 120 MHz, für UMTS sind laut Intel-Vize Ron Smith mindestens 160 MHz nötig.
David Borland, Entwickler des Chips, hat die Taktfrequenz auf 340 MHz getrieben.
Erste Produkte mit dem "Wireless-Internet-on-a-Chip" werden für 2002 erwartet.
