"Hacker steuern Spionagesatelliten"
"Computer-Hacker" [dpa] sind angeblich in Rechner der Universität Kaiserslautern eingedrungen, um in den USA ein Programm zur Steuerung von Satelliten zu stehlen.
Die Universität bestätigte heute entsprechende Informationen des Südwestrundfunks. Der Radiosender SWR4 hatte berichtet, die Software werde unter anderem von der US-Marine in Washington benutzt.
Unbekannte haben demnach bereits während der Weihnachtstage "über das Internet zwei Rechner der Universität angezapft". Von den Uni-Computern aus sei dann der Zugriff auf einen Computer in den USA erfolgt.
Die Universität Kaiserslautern bestätigte, dass sie wegen des Falles Strafanzeige erstattet hatte. Der Kanzler der Hochschule, Stefan Lorenz, erklärte laut Pressestelle, die Universität sei selbst Opfer. Die Ermittlungen des laufenden Verfahrens müssten nun abgewartet werden.
Universität KaiserslauternSatellit gesucht
Der wirtschaftliche Schaden sei enorm, berichtet SWR4. Allein eine Lizenz des Satellitenprogramms koste für ein Jahr offiziell 60 Millionen USD. Wie die "Hacker" allerdings die angeblich entwendete Software zu Geld machen könnten, erwähnte der Sender nicht.
Die gestohlenen Daten sind außerdem laut SWR4 auch militärisch brisant. Mit ihrer Hilfe sollen sich "Spionagesatelliten" steuern lassen. Woher die "Hacker" allerdings einen Spionagesatelliten nehmen sollen, erwähnt der Sender auch nicht.
