UTA baut elf Prozent der Mitarbeiter ab
Der österreichische Festnetz- und Internet-Anbieter UTA wird bis Ende 2001 rund elf Prozent des Personals abbauen und die Mitarbeiterzahl damit von derzeit 627 auf 557 Personen reduzieren, bestätigte UTA-Pressesprecher Martin Halama heute einen entsprechenden Bericht des Wochenmagazins "Format".
Das Ziel des Abbaus sei es, Kosten zu reduzieren und Prozesse zu straffen, um das Unternehmen für künftige Herausforderungen fit zu machen.
Der Abbau, der mit Ausnahme des Vertriebs quer durch alle Bereiche des Unternehmens gehe, werde aber nur in Ausnahmefällen über Kündigungen laufen, betonte Halama.
Hohe Mitarbeiter-Fluktuation nutzen
Man werde die derzeit hohe Mitarbeiter-Fluktuation für die
Reduktion nützen und über eine Outplacement-Beratung versuchen, für
die ausscheidenden Mitarbeiter neue Jobs zu finden. Die UTA sei in
den vergangenen Jahren "ungeheuer schnell gewachsen", jetzt sei eine
Phase der Konsolidierung angebrochen.
UTAGerüchte um Übernahme durch Telefonica
Unterdessen kursieren neuerlich Gerüchte, die spanische Telefonica strebe eine UTA-Übernahme an. Eine Einigung der UTA-Gesellschafter mit Telefonica sei nur noch eine Frage der Zeit, heißt es im "Format"-Bericht. "No comment", hieß es hingegen heute auf APA-Anfrage aus der UTA.
Erst vor kurzem wurde bekannt, dass der bisherige UTA-Chef Kurt Lüscher im Juni zur Telefonica wechseln wird, die im November erfolgreich eine UMTS-Lizenz in Österreich ersteigert hatte.
Laut UTA-Pressesprecher habe der Wechsel von Lüscher nichts mit den Übernahmegerüchten zu tun.
Gesellschafter der UTA
Die Schweizer Swisscom hält derzeit an der UTA 45,5 Prozent und eine Aktie. Die Stromversorger sind mit 45,5 Prozent minus einer Aktie vertreten. Die restlichen neun Prozent hält die Raiffeisengruppe.
