Multimedia-Telefonzellen in Wien
Die Telekom Austria hat neue "Multimedia-Telefonzellen" errichtet, die Internet-Zugang per Münzeinwurf oder Kreditkarte bieten.
Ab sofort können Passanten in Wien an zwei Standorten [siehe unten] surfen, E-Mails und SMS-Nachrichten verschicken. Auch eine "Bildtelefonie" soll möglich sein, so die TA. Das wird offensichtlich nur im Zusammenspiel mit jeweils anderen Standorten funktionieren.
Die Kosten betragen einen Schilling pro Minute für Internet-Dienste, 1,5 ATS für SMS und drei ATS pro Minute für Videotelefonate.
Telekom Austria"Der unmittelbare Zutritt zu Internet und E-Mail neben den klassischen Sprachtelefoniediensten wird immer wichtiger", lautet die Erkenntnis der TA.
Eine ADSL-Anbindung mit 512 Kilobit/Sekunde Downstream soll für flotten Datentransfer sorgen.
Die Kameras, die für die Video-Übertragungen eingesetzt werden, können auch Digitalfotos schießen und diese per Attachment weitermailen.
Die Multimedia-Telefonzellen sollen auch Zurufe verstehen. Ein Spracherkennungsprogramm kann Fragen oder gesprochene Sätze in eine Suchmaschinen-Syntax umwandeln.
Münze oder Karte
Die Bezahlung der Multimedia-Dienste kann wahlweise mit Münzen und internationalen Kreditkarten erfolgen. Wie bisher ist ein Mindesteinwurf für die Inbetriebnahme der Dienste erforderlich, wobei der Mindest-"Einwurf" bei Kreditkarten über dem von Münzen liegt.
An den Standorten Schwedenplatz/Ecke Laurenzerberg und Mariahilferstraße 77 sind die Telefonzellen ab sofort im Einsatz.
Sieben weitere Standorte sollen folgen. Diese sind: Schottentor, Stephansplatz [zwei Mal], Südbahnhof, Westbahnhof, Donauzentrum und Flughafen Wien-Schwechat.
In Großbritannien hat British Telecom bereits im November 2000 tausend Multimedia-Telefonzellen in Betrieb genommen.
