13.05.2001

TEHERAN

Iran schließt Internet-Cafés

Die iranischen Behörden haben den Internet-Cafés den Kampf angesagt. Binnen kurzer Zeit seien rund 400 so genannte Cybercafés geschlossen worden, berichtet heute die reformorientierte Zeitung "Hambasteghi".

Nach Angaben von Betroffenen müssen die Cafés "so schnell wie möglich" eine Betriebserlaubnis von der konservativen "Union für Benutzer von Verwaltungsmaschinen und Computern" einholen.

Ein Cafébesitzer vermutete hinter den Repressalien das staatliche Postunternehmen, das ein Internet-Monopol anstrebe.

Zahlreiche Iraner nutzen das Internet, um billig mit Verwandten und Freunden im Ausland kommunizieren zu können.