10.05.2001

STUDIE

Bildquelle: PhotoDisc

Europa steht vor dem Online-Boom

Der Online-Markt in Europa wächst ungebrochen. Über ein Drittel der europäischen Online-Nutzer hat das neue Medium erst in den vergangenen zwölf Monaten entdeckt.

Das ist das Ergebnis der repräsentativen Untersuchung "Cyberstudy" des US-

Marktforschungsunternehmens Roper Starch, die im Auftrag von AOL Europe in Deutschland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt wurde.

Internet als Alltagsmedium etabliert

"Die Europäer verstehen das Medium als zentralen Bestandteil ihres täglichen Lebens", sagte Lynton. "Durch das Internet verändert sich

ihr Kaufverhalten, das heißt, sie nutzen es für die Recherche, und je länger sie online sind, umso mehr kaufen sie dort auch ein."

Im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich stehen allerdings die Nutzer in Deutschland dem elektronischen Handel etwas skeptischer gegenüber.

Von den befragten deutschen Online-Kunden planen nur 29 Prozent, in den kommenden Jahren mehr im Internet einzukaufen. In Frankreich liegt dieser Wert bei 41 Prozent, in Großbritannien mit 54

Prozent sogar über dem Vergleichswert aus den USA [50 Prozent].

Deutsche lieben Online-Banking

Die deutschen User liegen jedoch bei den finanziellen Dienstleistungen an der Spitze. 31 Prozent der Befragten in der Bundesrepublik verwalten ihr Bankkonto online, ebenfalls 31 Prozent verfolgen im Netz, wie sich ihr Aktien-Portfolio entwickelt. Ein Fünftel der User handelt auch online mit Aktien.

Die Franzosen wiederum haben die Nase in den Bereichen Online-Unterhaltung und Instant Messaging vorne.

E-Europa stark im Kommen

Für die "Cyberstudy" wurden im März 2001 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen 1.500 repräsentativ ausgesuchte Nutzer von Online-Diensten und Internet-Providern befragt.

Erst vor wenigen Tagen wurde eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts IDC präsentiert, derzufolge 117 Millionen Europäer und damit etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung per Jahresende 2000 das Internet nutzten.