10.05.2001

UPDATE 10. MAI

Bildquelle: fuzo

Neue User-Proteste gegen Diablo

Die User-Proteste gegen die mit dem Patch V1.06 begonnene Datensammlung des Spieleherstellers Blizzard halten an. Wie berichtet, sammelt Blizzard unter anderm IDs von Nutzerfestplatten, IP-Adressen, Angaben über das Netzwerk des Spielers und sein Online-Verhalten.

Blizzard hat als Reaktion seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen [AGBs] leicht verändert, und zwar in folgender Weise: "... that, if permitted by local law, Blizzard has the right to obtain 'non-personal' data from your Internet browsing software in order to make certain demographic assumptions regarding the users of Battle.net without any further notice to you."

User interpretieren dieses scheinbare Entgegenkommen von Blizzard wie folgt:

"Sie haben einfach 'if permitted by local law' eingefügt, das ist alles! Das ist vollkommen überflüssig, denn wenn AGBs gegen das Recht verstoßen, dann sind sie von Haus aus ungültig. Darüber hinaus wurde KEIN Patch durchgeführt, d.h. sie können gar nicht unterscheiden, aus welchem Land man kommt und davon abhängig machen, ob o.g. Daten erhoben werden oder nicht. Das Einzige, was sonst noch kam, ist die Beteuerung, dass keine anderen Daten erhoben werden. Das ist aber vor allem vor dem Hintergrund, dass die Firma 1998 schon einmal wegen illegaler Datenerfassung vor Gericht stand, nicht glaubwürdig."

Protestunterschriften

Die empörten Blizzard-Nutzer, die auf ihr Online-Spielvergnügen nicht verzichten, aber ihre Daten auch nicht preisgeben wollen, haben sich inzwischen auch organisiert.