10.05.2001

TINTENSTAHL

Bildquelle: ifam

Metallteile aus dem Drucker

Ein Verfahren, mit dem sich auch geometrisch komplexe metallische Werkstücke direkt von den CAD-Daten ausdrucken lassen, wird erstmals in Europa vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung [IFAM] in Bremen eingesetzt.

Was am heimischen PC eher selten möglich sein dürfte, spielt im Maschinenbau eine große Rolle. Mit verschiedenen Verfahren werden in dieser Branche heute Prototypen und Formen für Spritzguss-Anlagen, Düsen für Extruder und andere Werkzeuge hergestellt. Die Begriffe Rapid Prototyping und Rapid Tooling deuten an, worum es geht: Geschwindigkeit zählt, wenn neue Produkte gefertigt und auf dem Markt eingeführt werden sollen.

Rapide beschleunigte Produktion

Im zweiten Arbeitsschritt erhält das noch empfindliche Objekt Festigkeit und Dichte: überschüssiges Metallpulver abblasen, mit Wärme den Binder oberflächlich entfernen und schließlich infiltrieren. Geschmolzene Bronze sickert allmählich zwischen die Stahlpartikel und verdampft das Bindemittel.

Zuletzt erhält der Bauteil mit den verschiedenen Verfahren der Metallbearbeitung seine endgültige Gestalt. Was früher Wochen oder gar Monate beanspruchte, entsteht so in wenigen Tagen.