One sieht starkes Wachstum für Datendienste
Der österreichische Mobilfunkbetreiber One erwartet, dass der monatliche Umsatz pro Kunde bis 2010 auf 800 bis 900 ATS steigen wird.
Vier von fünf One-Kunden würden zu diesem Zeitpunkt Datenservices des Unternehmens in Anspruch nehmen. Die Preise sollen bis dahin noch leicht sinken, die Verrechnung wird über "Paketpreise" und nicht nach Volumen oder Zeit erfolgen.
Absatz derzeit noch schleppend
Derzeit kämpft One aber noch genauso wie die Konkurrenten mit dem
Absatz von mobilen Internet-Produkten.
OneWAP kompliziert, GPRS knapp
WAP-Dienste [Wireless Application Protocol] nutzen derzeit nur drei Prozent aller One-Kunden. Über ein WAP-fähiges Handy verfügen derzeit fünf Prozent aller Kunden.
Ein GPRS-Handy, das einen rascheren Internet-Zugang ermöglicht, haben nach dem Start am 26. Februar mittlerweile 1.000 Kunden. Insgesamt hat One 1,2 Millionen Mobilfunkunden, Vertragskunden sind davon rund 720.000.
Grund für die geringe Akzeptanz von WAP seien neben der Benutzerunfreundlichkeit auch die langsamen Übertragungsraten, meinte Mads Christoffersen, Business Development Director für Breitbandtechnologien bei der TDC Tele Denmark, die mit 15 Prozent an One beteiligt ist.
2004 mehr Handys als PCs am Netz
GPRS-Endgeräte seien heute noch kaum verfügbar.
Den wirklichen Durchbruch erwartet der Breitbandexperte aber erst mit der neuen Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunication Service]. Bis 2004 sollen laut Experten bereits mehr Handys als Computer über einen Internet-Zugang verfügen.
Um erfolgreich zu sein, müsse man aber auch bei UMTS "einzigartige Services anbieten", die es in anderen Medien nicht gebe.
Christoffersen liegt das Zukunftspotenzial vor allem in "Location Based Services", bei denen Informations-, Kommunikations- und Transaktionsmöglichkeiten auf die spezifische Lage des Kunden zugeschnitten werden.
