Digitalfunker Master-talk geht "on air"
Master-talk, ein gemeinsames Tochterunternehmen von Siemens und den Wiener Stadtwerken, bietet ab sofort digitalen Betriebsfunk, Telefonie und Datendienste aus einer Hand.
Der Betreiber eines hoch sicheren Digitalfunknetzes positioniert sich als Integrator für Unternehmen und
Organisationen, Privatkunden sind nicht vorgesehen. Erster Kunde sind die Wiener Lokalbahnen.
Netzbasis ist das digitale Bündelfunksystem TETRA. Es ist dem Handysystem GSM nicht unähnlich, integriert aber die Vorteile von analogen Funksystemen mit denen der GSM-Welt. Ursprünglich wurde TETRA als Hochsicherheitsnetz für Sicherheitskräfte und Rettungsorganisationen entwickelt.
Die Abgrenzung zu UMTS sah Siemens-Generaldirektor Albert Hochleitner in Funktionen wie Gruppenruf und Prioritätsruf, die für UMTS nicht vorgesehen sind und damit die Eigenständigkeit von Tetra begründen.
Die Kunden für den Netzbetreiber sollen Unternehmen stellen, die den bestehenden analogen Betriebsfunk gegen einen leistungsfähigeren tauschen und in die Telefoninfrastruktur integrieren wollen. Weiters Betriebe, für die sich zwar Betriebsfunk bisher nicht rentierte, die aber mit einer reinen Handy-Lösung auch nicht auskommen.
Bündelfunksystem TETRAInvestition von 400 Millionen Schilling
Mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Schilling ist das Master-talk-Netz im Raum Wien und Umgebung für rund 25.000 Teilnehmer ausgelegt.
Für den Vollausbau in Österreich wird mit einem Markt von rund 200.000 Funkern gerechnet, dazu kommen noch etwa 50.000 Anwender bei diversen Rettungsorganisationen und im Behördenbereich.
Die derzeit 34 Mitarbeiter sollen in fünf Jahren den Break-even-Point erreichen.
