08.05.2001

"FOSTER"

Bildquelle: int

Intel verschiebt Prozessor-Launch

Heute wollte Intel ursprünglich den neuen Xeon-Prozessor auf Pentium-4-Basis [Codename "Foster"] offiziell vorstellen.

Gestern wurde der Produkt-Launch jedoch gestoppt. Damit reißt die Pannenserie bei Intel nicht ab - und AMDs Chancen auf dem Workstation-Markt steigen.

Mit dem neuen Xeon auf Pentium-4-Basis will Intel den Generationswechsel im Workstation-Segment von der bisherigen Pentium-III-Technologie auf den Pentium 4 vollziehen.

"Elektrische Probleme"

Als Grund für die Verschiebung des Launch-Termines gibt Intel "elektrische Probleme beim Packaging" an.

Beim Einbau und der Kontaktierung des Dies in das Prozessorgehäuse [Package] ist derzeit anscheinend nicht gewährleistet, dass der Prozessor diese Prozedur unbeschadet übersteht und den nachfolgenden elektrischen Tests standhält.

Intels Pressesprecher Christian Anderka teilte auf Nachfrage von tecChannel mit, dass derzeit nur wenige Prozessoren an die Hersteller zu Evaluierungszwecke ausgeliefert worden seien. Demnach sei mit keiner größeren Verzögerung zu rechnen, da man die Fehler erkannt habe und den Produktionsprozess schnell umstellen könne.

Gut für AMD

Die endgültige "Foster"-Auslieferung soll aber noch im Mai erfolgen. Gerüchten zufolge wurde der Termin auf den 21. Mai verschoben.

Das kommt AMD wahrscheinlich gerade recht. Denn der für Mitte dieses Jahres angekündigte Dual-Prozessor-Chipsatz 760 MP für Athlon-CPUs zielt ebenfalls auf den Markt der professionellen x86-Workstations.

Nach den tecChannel vorliegenden Informationen befinden sich bereist jetzt erste Evaluierungs-Systeme bei den Mainboard-Herstellern, sodass bereits in Kürze mit ersten Benchmark-Ergebnissen und Erfahrungen zu rechnen ist.

Da ein Athlon mit 1,3 GHz in einigen Bereichen einem Pentium 4 mit 1,7 GHz immer noch überlegen ist, sind die Erwartungen an die Dual-Athlon-Plattform entsprechend hoch.