Ein Handy für Gehörlose
Europäische Wissenschaftler entwickeln derzeit ein UMTS-Mobiltelefon, mit dem Gehörlose in Gebärdensprache telefonieren und Informationen abfragen können, teilte heute der Lehrstuhl für Technische Informatik an der RWTH [Rheinland-westfälische Technische Hochschule] Aachen als Projektpartner mit.
Das dreijährige Vorhaben mit zehn Partnern aus Spanien, England, Schweden und Deutschland wird mit rund sechs Millionen Euro von der Europäischen Kommission gefördert.
Lehrstuhl für Technische Informatik an der RWTH AacheniIntegrierter Dolmetsch
Das Laptop-ähnliche Videotelefon wird mit einer kleinen Kamera ausgestattet. Durch die Übertragung von Bildern sollen dann zwei Gehörlose "ganz natürlich" in Gebärdensprache miteinander telefonieren.
Zum Gespräch mit Hörenden werde eine Dolmetscherzentrale eingerichtet, teilte Jörg Zieren vom Aachener Lehrstuhl mit.
Der Dolmetscher übersetzt die Gebärdensprache, die er auf dem Bildschirm sieht, für den Hörenden in Lautsprache.
Das Projekt WISDOM [Wireless Information Services for Deaf people on Move] soll Ende 2003 abgeschlossen sein.
WISDOM
