07.05.2001

KONZERN

Bildquelle: FuZo

Spekulationen um weiteren Stellenabbau

Siemens plant nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" [FTD] den Abbau von mehr Arbeitsplätzen als bisher bekannt. Konzernchef Heinrich von Pierer wolle damit die angepeilten Renditeziele erreichen und habe das Spitzenmanagement auf diesen Kurs eingeschworen, berichtete das Blatt am Montag.

Außerdem sollten Qualitätsverbesserungen, Wachstumsoffensiven und Einsparungen durch E-Business aus der Krise helfen. Ein Siemens-Sprecher nannte den Bericht "Spekulation".

Richtig sei allerdings, dass das Spitzenmanagement und von Pierer auf einer turnusmäßigen Sitzung Ende vergangener Woche ein "ganzes Bündel" an Maßnahmen beschlossen haben.

In Deutschland sollen 4.000 Stellen gestrichen werden

Siemens hatte vor zehn Tagen bei seiner Halbjahreskonferenz in Budapest wegen der unsicheren Lage auf den weltweiten High-Tech-Märkten den Abbau von mehreren tausend Stellen angekündigt. Alleine in Deutschland sollen 4.000 Jobs gestrichen werden.

Laut "FTD" halten die Manager die Prognose, wonach der Gewinn 2000 und 2001 schneller als der Umsatz wachsen soll, mittlerweile für kaum noch erreichbar.

Von Pierer halte allerdings weiter an seinen Renditezielen für 2003 fest. Der Konzernchef hatte angekündigt, bis 2003 die Rendite von 5,3 auf deutlich über neun Prozent steigern zu wollen.