Keine Monatsgebühr für Office XP
Microsoft hat sich am Wochenende überraschend dagegen entschieden, sein neues Office XP auf Abo-Basis anzubieten.
Demnach soll das Produkt wie bisher als Paket verkauft werden und nicht, wie ursprünglich geplant, erstmals per Monatsgebühr bezahlt werden.
Der Schritt kommt überraschend und vor allem knapp vor dem offiziellen Launch am 31. Mai.
"Das Angebot, Microsoft Office XP auf Subskriptions-Basis zu lizenzieren, wird in den USA heuer nicht angeboten", so eine MS-Sprecherin. Es werde allerdings nicht ausgeschlossen, in ausgewählten Gegenden doch die Abo-Version anzubieten.
Termin für Office XP, aber nicht für Windows XPAnalysten rätseln
Marktbeobachter haben stets gespannt auf die Lizenzierung gegen monatliche Gebühr gewartet und haben Windows XP als wichtigen Testballon angesehen. Gerade im Hinblick auf Microsofts .NET-Strategie hätte das interessant werden können.
Unter Analysten herrscht allerdings keine Einigkeit, was die Beweggründe für die Änderung der geplanten Lizenzierungspolitik angeht. Die meisten meinen, Microsoft sei klar geworden, dass mit herkömmlichen Updates kurz- und mittelfristig mehr Geld zu verdienen ist.
Firmenkunden brauchen keinen sanften Einstieg
Die Firmenkunden, die ein Upgrade planen, würden ohnehin wie bisher ihre Lizenzen zahlen. Die Minderung der Einstiegshürde, die die Abo-Variante unter anderem zum Ziel gehabt hätte, ist bei den Office-Produkten offenbar nicht nötig.
Keine Experimente in Zeiten wie diesen
Zwar hat Microsoft die Umsätze für Desktop-Software im letzten Quartal um sieben Prozent steigern können, gleichzeitig ist der Anteil am Gesamtumsatz von 40 auf 37 Prozent geschrumpft. Das gilt es nun wettzumachen.
Mit dem umstrittenen Subskriptionsmodell können zwar Kunden langfristig gebunden werden; kurzfristig müssen jedoch starke Umsatzeinbußen in Kauf genommen werden.
Wichtig ist das vor allem angesichts der herrschenden Börsensituation und des Damoklesschwerts der Rezession.
Lieber langsam
Wie eine Microsoft-Sprecherin betonte, bleibe das Unternehmen der Idee eines Subskriptionsmodells treu, wolle diese Variante aber langsam "Land für Land" anbieten.
