Uni Oxford möchte Internet erforschen
Mit dem "Oxford Internet Institute" erhält die britische Universität Oxford künftig eine eigene Forschungsstätte zur Erforschung des World Wide Web.
Im "Oxford Internet Institute" [OII] solle nicht nur die Entwicklung des Internets wissenschaftlich erforscht werden, es gehe auch darum, Steuerungsmechanismen zu entwickeln, um die teils chaotisch verlaufende Entwicklung des WWW systematisch in die gewünschten Bahnen zu lenken.
Oxford Internet InstituteDazu bedürfe es des Sachverstands von Politologen, Rechtsgelehrten, Medizinern, Volkswirtschaftern und Computer-Experten, die bei diesen Themen zusammen arbeiten sollten, sagte der designierte Chef des Balliol Colleges, Andrew Graham.
Im Balliol College soll das Institut auch seinen Sitz haben. Offiziell wird das OII eine eigenständige Abteilung am Sozialwissenschaftlichen Institut der Universität bilden.
Balliol CollegeZu zwei Dritteln privat finanziert
Für das weltweit einzigartige Institut sollen umgerechnet rund 248 Millionen Schilling [18 Mio. Euro] bereitgestellt werden, zum größten Teil Gelder der Shirley-Foundation der britischen Adeligen Stephanie Shirley, wie die Universität in London mitteilte.
Das OII wird zu einem Drittel auch vom Higher Education Funding Council for England [HEFCE] finanziert, das finanziell wiederum vom britischen Unterrichts- und Arbeitsministerium unterstützt wird.
Higher Education Funding Council for EnglandDame Stephanie Shirley berichtet über ihre Beweggründe, das OII als Hauptsponsor zu unterstützen, in einem
Video-Interview [Windows Media oder RealPlayer]Uni Oxford als digitaler Vorreiter
Oxford hat sich bereits an einem Online-Projekt beteiligt, bei dem Millionen private Rechner über Internet zusammen geschaltet werden sollen, um bestimmte Berechnungen bei der Entwicklung eines neuartigen Medikaments gegen Leukämie zu beschleunigen.
Auf einem zentralen Server der Technologie-Firma United Devices in Texas werden die Ergebnisse aus den so abgeschöpften privaten freien Rechnerkapazitäten dann wieder zusammen geführt.
Angeblich haben sich bereits 250.000 Computerbesitzer zu dem Projekt angemeldet.
Projekt "Screensaver Lifesaver"
