Verhandlungen mit Microsoft bestätigt
Die angeschlagene Musiktauschbörse Napster hat einen Bericht der "Los Angeles Times" vom Freitag bestätigt, in dem von Verhandlungen mit dem Microsoft über dessen Technologien zu lesen war.
Napster-Firmensprecher Paul Breton bestätigte am Samstag entsprechende Presseberichte. Es gebe aber auch Gespräche mit zahlreichen anderen Unternehmen. Bislang hat Napster Lizenzen für Software von Gracenote und Relatable erworben, um gerichtliche Auflagen zum Herausfiltern urheberrechtlich geschützter Musikstücke zu erfüllen.
Tausche Technologie und Anteile gegen Reputation
Bei den Verhandlungen gehe es darum, dass Napster Microsofts
Technologie benutze, um einen sicheren Musiktauschdienst aufzubauen,
der die Urheberrechte garantiere, hatte die "Los Angeles Times" am
Freitag berichtet. Mit dieser Technologie hoffe Napster, die
Musikindustrie zu überreden, die Tauschbörse mit neuen Titeln zu
beliefern. Nach Angaben der Zeitung könnte Microsoft im Gegenzug
Anteile an Napster erhalten.
NapsterNapster verliert Nutzer
Derzeit sind Napster-Chef Hank Barry zufolge rund 80 Prozent der Titel durch die Inhaber der Urheberrechte blockiert. Dennoch nutzten rund fast acht Millionen Menschen die Tauschbörse täglich.
Die Marktforscher von Webnoize hatten allerdings am Donnerstag mitgeteilt, dass Napster rapid an Nutzern verliert und die Zahl der über Napster getauschten Titel in Folge des gerichtlich verfügten Filters im April um 36 Prozent niedriger gewesen sei als im März.
